Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme am Online-Check-up 2025! In seltenen Fällen gab es technische Herausforderungen, wir danken für das Verständnis und werden den Anbieter wechseln.
Ihre Zeit und Ihr Engagement sind wertvoll: Mit Ihren Antworten geben Sie uns wichtige Einblicke in Ihre Aktivitäten, Ziele und Herausforderungen auf dem Weg zu mehr ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. So können wir die Unterstützung für ÖkoFaire Gemeinden und solche auf dem Weg gezielt verbessern. Ihre konkreten Fragen und Anregungen fließen direkt in unsere Arbeit ein – bei Bedarf wenden Sie sich gerne an Ihre/n Ansprechpartner/in im Kirchenkreis oder an uns.
Alle teilnehmenden Kirchengemeinden – beim Online-Check-up und beim Austausch dabei – dürfen sich weiterhin mit Stolz als ausgezeichnete ÖkoFaire Gemeinde präsentieren.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Die Umfrage umfasste 50 Fragen zu Themen wie Büroausstattung, Energie, Mobilität, Beschaffung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus standen die 30 Maßnahmen, aus denen Kirchengemeinden wählen können. Die vollständigen, anonymisierten Ergebnisse finden Sie hier.
Wie geht es bei Ihnen weiter? Wir freuen uns auf den Austausch im nächsten
Online Ökofair Treff, 12.2.16:00-17:30 Uhr.
Und hier die Zusammenfassung der Ergebnisse:
Online-Check-up ÖkoFaire Gemeinde 2025
Im Jahr 2025 beteiligten sich 34 Kirchengemeinden am Online-Check-up. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit lag bei 21 Minuten. Alle teilnehmenden Gemeinden sind als ÖkoFaire Gemeinde ausgezeichnet und setzen sich aktiv für ökologische und soziale Nachhaltigkeit ein.
Die Teilnehmer verteilen sich auf verschiedene Kirchenkreise, wobei Hamburg-Ost (29 %), Schleswig-Flensburg (15 %), und Lübeck-Lauenburg (12 %) die größten Gruppen stellen. Die Umfrage umfasste 50 Fragen zu den Maßnahmen für ÖkoFaire Gemeinden, wie Büroausstattung, Energie, Mobilität, Bewirtung, Beschaffung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit.
Trends und Herausforderungen
Büroausstattung & Beschaffung Ein zentrales Thema ist die Verwendung von umweltfreundlichen Büromaterialien. Fast alle Gemeinden setzen – wie vorgegeben – auf den Blauen Engel bei Kopierpapier, allerdings gibt es weiterhin Ausnahmen, etwa bei farbigen Papieren oder Altbeständen. Bei der Weiterbildung zu nachhaltigen Themen zeigen sich Lücken: Viele Gemeinden geben an, dass Fusionen oder andere Prioritäten die Teilnahme an Schulungen erschweren. Umweltfreundlicher Bürobedarf wird oft bei Neuanschaffungen berücksichtigt, Altbestände werden noch aufgebraucht.
Veranstaltungen & Bewirtung Die Verwendung von regionalen, saisonalen und fair gehandelten Lebensmitteln ist ein wichtiger Schwerpunkt. Viele Gemeinden setzen dies bereits um, doch Spenden oder externen Veranstaltungen sind eine Herausforderung. Bio- und fairer Kaffee oder Tee sind weit verbreitet, aber nicht überall durchgängig verfügbar. In der Regel wird Mehrweggeschirr genutzt, auch bei Festen und Veranstaltungen. Vegetarisches Essen wird immer mehr angeboten, da gibt es einen klaren Trend (50%: 2025 gegenüber 41%: 2024)

Energie & Gebäude Der Bezug von Ökostrom ist in vielen Gemeinden Standard, allerdings sind einige von den Vorgaben ihrer Kirchenkreise abhängig. Energiecontrolling als Pflichtmaßnahme ist bekannt, aber nicht allen Gemeinden geläufig. LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder sind verbreitet, doch Denkmalschutz(?) und Altbauten bremsen oft die Umstellung auf moderne Standards. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik werden genutzt, wo es baulich möglich ist – Denkmalschutz und fehlende Infrastruktur sind hier häufige Hürden.
Mobilität Viele Gemeinden fördern ÖPNV, Radverkehr und E-Mobilität, doch die Umsetzung variiert stark. In ländlichen Gebieten fehlt oft die Infrastruktur für Carsharing oder Lademöglichkeiten. Videokonferenzen helfen Zeit und Energie zu sparen und werden von fast allen häufig genutzt.
Ethisches Investment Die Geldanlage nach ethischen Kriterien ist ein wichtiges Anliegen, wird aber i.d.R. über die Kirchenkreise abgewickelt. Einige Gemeinden wünschen sich hier mehr Transparenz und Unterstützung.
Neue Maßnahmen im Jahr 2025
74 % der Gemeinden haben im vergangenen Jahr neue nachhaltige Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören:
- Energieeffizienz: Hydraulischer Abgleich von Heizungen, Dachsanierungen, Einführung von Winterkirchen.
- Bewirtung: Regionale Mittagessen, verstärkte vegetarische Angebote.
- Biodiversität: Anlegen von Blühwiesen, Aufbau von Insektenhotels und Bienenstöcken.
- Mobilität: Einrichtung von Fahrradständern, Teilnahme am Stadtradeln, Anschaffung von E-Autos als Dienstwagen.
- Abfallmanagement: Mülltrennung, Refill-Stationen, Secondhand-Läden.
Kommunikation und Austausch
Die Kommunikation nachhaltiger Themen erfolgt über Gemeindebriefe, Gottesdienste, die Faire Woche und Infostände. Besonders der Kirchengemeinderat (97 %), die Jugend (59 %) und der Chor (34 %) werden in ökofaire Themen einbezogen. Der Austausch findet vor allem mit anderen Gemeinden (65 %), Naturschutzorganisationen (35 %) und Kommunen (35 %) statt.
Für Fortbildungen wünschen sich die Gemeinden vor allem Angebote zu Fördermöglichkeiten, Gebäuden und Energie (54 %), nachhaltiger Beschaffung (42 %) und Klimakommunikation (25 %).
Herausforderungen und Kritik
Viele Gemeinden sehen sich mit finanziellen und personellen Engpässen konfrontiert, etwa durch Mitgliederschwund oder Fusionen. Praktische Hürden wie Denkmalschutz, Altbestände oder fehlende Infrastruktur (z. B. für Carsharing) bremsen die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen. Einige Teilnehmer kritisieren, dass die Umfrage keine Antwortoption „teilweise umgesetzt“ bietet (Kommentar: ergänzt in ab 2026). Zudem wird die Digitalisierung (PC&Smartphone-Nutzung, Server, E-Autos) vereinzelt als wenig nachhaltig wahrgenommen. Es wird angeregt den Online-Check Up nur noch zwei-jährlich durchzuführen, dies wird jetzt intern diskutiert.
Fazit
Die ÖkoFaire Gemeinden zeigen ein hohes Engagement für Nachhaltigkeit, trotz praktischen und finanziellen Herausforderungen. Vor allem die freien Antworten sind ermutigend. Trotz Hürden wird Nachhaltigkeit sehr ernst genommen und geht voran. Viele Maßnahmen sind „im Wandel“ – besonders in den Bereichen Energie, Bewirtung und Mobilität. Ein regelmäßiger Austausch und gezielte Fortbildungen könnten die Gemeinden weiter unterstützen.
Dank
Wir danken allen, die sich mit Leidenschaft und Tatkraft für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen! Ihre kreativen Ideen, Projekte und das gelebte Engagement machen deutlich: Nachhaltigkeit und christlicher Glaube gehören zusammen – und sind eine Inspiration für viele.
Ein großes Lob an alle Gemeinden, die diesen Weg konsequent gehen! Ihr Einsatz zeigt, wie wertvoll und wirksam gemeinsames Handeln für eine gerechte und lebenswerte Zukunft ist. Machen wir weiter – mit Mut, Freude und der Gewissheit, dass jeder Schritt zählt! Gemeinsam gestalten wir eine Welt, die auch kommenden Generationen gerecht wird.
Bild: Windhose aus dem Stoff alter Regenschirme und Strandmuscheln genäht (c) Regina Möller
