Energiesparen in der Nazarethkirche in Frankfurt Eckenheim.

Energiecontrolling

Energiecontrolling ist bei ÖkoFairen Gemeinden und Einrichtungen eine Pflichtmaßnahme. Dabei geht es um das regelmäßige Ablesen und Auswerten der Verbrauchswerte für Wärme, Strom, Wasser. In der Regel führt allein das Ablesen und dokumentieren schon automatisch zu einer Ersparnis von mindestens 5 Prozent ihrer Kosten und Treibhausgasemissionen. Vorausgesetzt die abgelesenen Daten werden ausgewertet und bei Auffälligkeiten reagiert. Durch das Umsetzen gezielter Maßnahmen könnten – je nach Gebäude und Nutzung – ohne große Investitionen – Einsparungen bis zu 25 Prozent erreicht werden.

Häufig, aber nicht immer, wird dies für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen über die Kirchenkreise organisiert und betreut. Mehr Information mit konkreter Hilfestellung finden Sie auf dem Klimaportal der Nordkirche und in diesem Dokument (Link folgt).

Für Einrichtungen ab einer bestimmten Größe (Energieverbrauch) gelten besondere Regelungen, diese sind nachfolgend nicht berücksichtigt und können hier nachgelesen werden.

Hier ganz konkrete Tipps in Kurzform:

Energiecontrolling & -management – einfach umsetzen!

Warum lohnt es sich?
Mit Energiecontrolling behalten Sie den Überblick: Sie messen regelmäßig Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch, erkennen Einsparpotenziale und sparen so Kosten – ganz nebenbei leisten Sie einen Beitrag zur Minderung des Klimawandels!

Warum ist das wichtig?

  • Kosten sparen: Regelmäßige Daten zeigen, wo Energie verschwendet wird – etwa durch unpassende Heizungseinstellungen, Lecks in Wasserleitungen, Strom für (nicht-mehr-gebrauchte) Dachrinnen-Heizungen u.a.
  • Rechnungen prüfen: Verbrauchsdaten helfen, Abrechnungen des Versorgers zu kontrollieren.
  • Fördermittel sichern: Die Daten sind hilfreich für Anträge.
  • Schöpfung bewahren: Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist Teil unseres Auftrags (vgl. 1. Mose 2,15).

Wie geht’s?

  1. Messen & Auswerten (Energiecontrolling):
    • Lesen Sie Zählerstände monatlich ab (z. B. beim Rundgang durchs Gebäude). Es müssen nicht immer alle Zähler am gleichen Datum abgelesen werden.
    • Nutzen Sie Software (vom Kirchenkreis bzw. von Ihrem Einrichtungsträger, sofern vorhanden), die Verbräuche analysiert und Auffälligkeiten zeigt.
  2. Handeln & Verbessern (Energiemanagement):
    • Planen Sie gezielte Maßnahmen – z. B. Heizungsoptimierung oder Sanierung.
    • Prüfen Sie Rechnungen und finden Sie „Energiefresser“ wie defekte Heizungssteuerungen.
    • Legen Sie klare Zuständigkeiten fest: Wer liest ab? Wer trägt Daten ein? Wer prüft die Berichte?

So wird es konkret:

  • Fragen Sie nach: welche Unterstützung und Software wird vom Kirchenkreis/Einrichtungsträger angeboten?
  • Beschließen Sie: Der Kirchengemeinderat – bzw. Kirchenkreis/Träger bzw. Leitungsorgan bei Einrichtungen – entscheidet per Beschluss über die Einführung des Energiemanagements.
  • Zuständigkeiten schaffen – Legen Sie fest, wer das Thema regelmäßig (mindestens 1 x jährlich) im KGR (oder Leitungsorgan bei Einrichtungen) einbringt und die Energieberichte im Blick hat.
  • Aufgaben klären – besprechen Sie gemeinsam mit Hauptamtlichen – und Ehrenamtlichen bei Kirchengemeinden – wer die Zähler abliest und wer die Daten in die Software einträgt.
  • Erfassen Sie Gebäudedaten: Fläche, Baujahr, Heizungstechnik – so werden Berichte aussagekräftiger.
  • Nutzen Sie Hilfe durch Schulungen und Beratung von der Nordkirche (bzw. Ihrem Einrichtungsträger).

Ihr Vorteil:
Kein Fachwissen nötig! Mit klaren Abläufen, Teamwork und vorhandener Unterstützung gelingt Energiemanagement Schritt für Schritt. Es wird dadurch gespart!

Jetzt loslegen – für mehr Effizienz und Klimaschutz!
💡 Tipp für Kirchengemeinden: Tauschen Sie sich mit anderen aus – gemeinsam geht’s besser! Ideal geht das bei den Online-Treffs für ÖkoFairen Gemeinden.


Kontakt: Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche oder Ihre Kirchenkreisverwaltung oder Ihr Einrichtungsträger.