Gepflasterter Weg in einem Park mit Blumenbeeten
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Außenanlagen

Die Außenbereiche kirchlicher und diakonischer Einrichtungen erfüllen eine Vielzahl wichtiger Aufgaben. Sie heißen Mitarbeiter*innen, Besucher*innen, Kinder und Bewohner:innen willkommen, dienen der Erholung, Sport und Spiel, sind Treffpunkt und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Selbst für Patient*innen oder Bewohner*innen, die dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum im Bett liegen müssen, ist mindestens der Bereich wichtig, der durch das Fenster gesehen werden kann. So sind Dach- und Fassadenbegrünungen nicht nur ökologisch als Lebensraum sinnvoll, gebäudeenergetisch als Klimaausgleich wichtig, sondern spenden mit ihrem Anblick auch Trost und Freude. Parkähnliche Außenanlagen sind gerade für mobilitätseingeschränkte Personen eine wichtige Quelle der Naturerfahrungen. Wo Naturstein eingesetzt werden muss oder soll, ist eine unabhängige Zertifizierung besonders wichtig, um ausbeuterische Kinderarbeit auszuschließen.

Maßnahmen

  • Anlage und Pflege von Grünflächen, z.B. Blühwiesen und Beete mit standortgerechten Wildpflanzen oder Neuanpflanzung trockenheitsverträglicher Pflanzen.

  • Weitestgehende Begrünung von Fassaden & Dächern in möglichst extensiver Form, z.B. mit Moosen, Kräutern & Gräsern & ggf. Totholzstrukturen oder Anlage eines Dachgartens, um weitere Lebensräume zu schaffen.

  • Entsiegelung ungenutzter Flächen (z.B. Lagerflächen), Neuanlage von oder Ersatz vorhandener Pflaster- oder Plattenwege durch wassergebundene Wegedecken oder Schotterrasen, unter Beachtung der Barrierefreiheit.

  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmaßnahmen, glyphosathaltige Mittel, synthetische Düngemittel und torfhaltige Blumenerde.

  • Die Einrichtung verfügt über mindestens zwei der folgenden Schutzmaßnahmen für Tiere:

    ☐ Igelquartiere

    ☐ Fledermausquartiere

    ☐ Vogelhäuser und/oder Nistkästen

    ☐ Erhalt und die Schaffung natürlicher Niststrukturen, wie offene Bodenflächen, Sandarien oder Trockenmauern für Wildbienen und andere Insekten

    ☐ Stehende, möglichst flache Wasserstellen wie Tränken (aus Mauer- oder Sandstein) und/oder Teiche als Wasserstellen für Wildtiere, Vögel & Insekten, die über Einstiegshilfen & den nötigen Schutz vor möglichen Fressfeinden verfügen

    ☐ Vorkehrungen gegen Vogelschlag an Glasfassaden, z.B. Fensteraufkleber.

  • Außenmöbel wie Bänke, Tische, Abfalleimer, Schaukästen, Beeteinfassungen und Hochbeete bestehen aus FSC® oder PEFCTM-zertifizierten, einheimischen Gehölzen, Recyclingkunststoff oder langlebigem Stahl. Lacke, die zur Behandlung von Außenmöbeln verwendet werden, sind lösemittelfrei.

  • Bei Neuanschaffung stammen Pflaster- und Mauersteine aus Naturstein aus Deutschland oder sind, sofern sie importiert sind, FairStone- bzw. Xertifix-zertifiziert. So soll darauf hingewirkt werden, dass die Steine ohne Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt wurden.