The Winner is… Bosau und Nortorf

Erstmals wurde im Rahmen des Klimabarcamps der Nordkirche auch die ökofaire Küsterei 2024 ausgezeichnet: Rund 40 Küstereien aus der Nordkirche hatten sich an dem vom Team der „Ökofairen Gemeinde“ initiierten Wettbewerb beteiligt. Denn Küster können für die Klimabilanz in Gemeinden einen großen Unterschied machen!

Zwei ökofaire Küstereien der Nordkirche ausgezeichnet

Gekürt wurden am 26.6.2024 in Hamburg zwei Küstereien: Die Kirchengemeinde Nortorf im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde und die Kirchengemeinde Bosau im Kirchenkreis Ostholstein. Ausgezeichnet wurden namentlich der Küster Michael Hirner der Kirchengemeinde Bosau. Und stellvertretend das küsternde KGR-Mitglied Martin Grundmann der Gemeinde Nortorf und mit ihm das gesamte Küsterteam der Kirchengemeinde Nortorf. Dort unterstützt der 15-köpfige KGR den hauptamtlichen Küster – so leisten alle zusammen ihren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und für mehr Nachhaltigkeit in der Nordkirche.

„Für guten Klimaschutz braucht es uns alle! Ihr Engagement ist zu würdigen und die Auszeichnung als ökofaire Küsterei ein wichtiger Ausdruck der Anerkennung“, sagte Bischöfin Steen bei der Übergabe von zwei Urkunden an den 2. Vorsitzenden des Küster-Arbeitskreises, Tobias Jahn von St. Michaelis Hamburg.

Bischöfin Nora Steen und Tobias Jahn aus dem Vorstand des Küsterarbeitskreises der Nordkirche bei der Übergabe der Urkunden Ökofaire Küsterei

Die Küster und Küsterinnen sind unabdingbar – das ist allen, die in Gemeinden arbeiten oder sich ehrenamtlich beteiligen, sonnenklar. Leider konnten beide Preisgewinner nicht bei der Preisübergabe dabei sein, sondern wurden just an diesem Nachmittag und Abend in ihren Gemeinden gebraucht. Tobias Jahn nahm den Preis – eine Geschenktüte mit Produkten aus fairem Handel, Reisegutschein und Urkunden – stellvertretend entgegen und kümmerte sich dankenswerterweise um die persönliche Übergabe an die beiden Gewinner, die schon bald ihre kleine Reise in ein ökofaires Gästehaus antreten dürfen. Wir gratulieren herzlich!

Hintergrund zur nachhaltigen Küsterei

Es fing damit an, dass wir, das Umwelt- und Klimaschutzbüro und das Team für das Projekt »ÖkoFaire Gemeinde«, wissen wollten, was die Küsterinnen und Küster in den Gemeinden im einzelnen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit tun. Gleichzeitig wollten wir die Chance nutzen und die unschätzbare Arbeit würdigen, die die Küster und Küsterinnen der Nordkirche täglich leisten. Insgesamt für die Gemeindearbeit und in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Deshalb organisierten wir mit dem Arbeitskreis der Küster und Küsterinnen eine Umfrage – verbunden mit einem Preisausschreiben, also eine richtige kleine Challenge. Ausgelobt war ein Kurzurlaub für jeweils zwei Personen in einem ökofairen Gästehaus, für einen Küster/Küsterin im Haus der Kirche in Güstrow und eine zweite Gewinnerin/Gewinner im Christian Jensen Kolleg in Breklum.

In der Umfrage ging es um die kleinen Schritte:

  • Ist der Kirchenkaffee aus fairem Handel?
  • Haben die Putzmittel ein Umweltsiegel?
  • Sind Leuchtmittel auf LED umgestellt?

All das sind Wegsteine für die Treibhausgasneutralität der Nordkirche. Sie schaffen Strukturen und gewinnen Menschen für das Engagement in den Gemeinden, die wichtig sein können, um auch die großen Schritte für den Klimaschutz vor Ort anzugehen.

Letzten Endes wollen wir mit den Beispielen der nachhaltigen Küsterei das, was schon gut läuft, sichtbar machen und für andere Wege aufzeigen, wie es klappen kann.

Mitmachen durften alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Küster und Küsterinnen der Nordkirche. Eingabeschluss war der 31. Mai 2024. Rund 40 nahmen teil.

Aus allen Antworten wählte eine Jury die ÖkoFaire Küsterin oder den ÖkoFairen Küster des Jahres 2024 aus. Neben Annette Piening und Kirsten Hüttner vom Umwelt- und Klimaschutzbüro waren Regina Möller aus dem Kirchenkreis Mecklenburg, und Tobias Jahn vom Küsterarbeitskreis Teil der Jury. Kriterien für die Wahl waren Faktoren, wie die Vielfalt der Aktivitäten, die Reichweite innerhalb der Gemeinde, und das persönliche Engagement.

Nun sind zwei Küster oder Küstergruppen auserkoren, aber es war eine schwere Wahl. Es hätten sehr viele andere aus unserer Sicht auch einen Preis verdient. Eine Würdigung sollte den Küstern und Küsterinnen auch auf anderem Wege gewiss sein. Wir danken an dieser Stelle allen sehr, die sich beteiligt haben und uns einen Einblick in ihre Aktivitäten gegeben haben.

Bericht der Kirchenkreise Rendsburg-Eckernförde