Mitmachen im Fairen Handel
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit kleinen oder größeren Aktionen im kirchlichen Bereich für den Fairen Handel einzusetzen!
Viele von uns machen sich Gedanken, ob und wie sie etwas gegen die weltweiten „Schieflagen“ und Ungerechtigkeiten bewirken können, die häufig der Ursprung dramatischer Krisen sind. Gerade uns Christinnen und Christen liegt der Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung und zum Wohlergehen aller Lebewesen sehr am Herzen. Ein erster Schritt, um diesen Auftrag umzusetzen, kann die Unterstützung und Verbreitung des Fairen Handels in unseren Kirchengemeinden sein. So können wir dazu beitragen, dass Menschen in anderen Ländern von ihrer Arbeit leben können und dass gleichzeitig eine zukunftsfähige und lebendige Umwelt erhalten bleibt.

Eine Frage weltweiter Gerechtigkeit
Der Faire Handel steht nicht nur für den Einkauf von fairen Produkten, sondern auch für eine globale entwicklungspolitische Bewegung, die für mehr Gerechtigkeit und gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen eintritt. Seit mehr als 50 Jahren stellt der Faire Handel einen Gegenentwurf zum herkömmlichen Welthandel dar – in Deutschland und weltweit. Der Welthandel ist ungerecht: Während einige von wachsendem Reichtum profitieren, haben viele andere kaum eine Chance, ihre Lebensumstände und die ihrer Familien zu verbessern. Gerade die Menschen am Anfang der Lieferketten – in Minen, in Textilfabriken, auf Plantagen und in anderen Produktionsstätten – gehören häufig zu den Benachteiligten der Globalisierung und des damit zusammenhängenden Profitstrebens. Sie und ihre Umwelt werden ausgebeutet und kämpfen um ihre Existenz, während andernorts im Handel die Gewinne weiter erhöht werden. Gerade diejenigen, die die Produkte unseres Alltags anbauen und herstellen, leiden unter niedrigen Weltmarktpreisen und prekären Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel will diese ungerechten Handelsbedingungen ändern – indem er selbst eine Alternative anbietet.
Mehr Info auf dem Klimaportal der Nordkirche, inklusive anregender Tipps für Mitmachaktionen.
Bild von Kirsten Hüttner.
