Zugangskriterien zum Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften für alle Einrichtungen außer Kitas und Friedhöfe
Kirchliche und diakonische Einrichtungen auf dem Gebiet der Nordkirche, die Mitglied im Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften sind, setzen in ihrem Beschaffungswesen mindestens ein Drittel der für ihre Wirtschaftsweise relevanten Maßnahmen inklusive der Pflichtmaßnahmen aus dem nachfolgenden Maßnahmenkatalog um. Für Kitas und Friedhöfe gibt es spezifische Maßnahmenkataloge.
Für die Aufnahme ins Netzwerk reichen Einrichtungen einen Dokumentationsbogen und Belege ein. Diese werden durch ein zentrales Koordinationsteam des Netzwerks gesichtet. Das Koordinationsteam wird verantwortet durch die Projektkoordination Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften, die im Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche angesiedelt ist, und ergänzt durch Beschaffungsverantwortliche in den Kirchenkreisen und der Diakonie.
Das Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften existiert, um kirchlichen und diakonischen Einrichtungen auf dem Gebiet der Nordkirche einen niedrigschwelligen Einstieg zu bieten, ihre Beschaffung gemäß der Beschaffungsverwaltungsvorschrift und dem Klimaschutzgesetz der Nordkirche zu gestalten, dies nach außen zu kommunizieren sowie sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Die Netzwerkmitgliedschaft und alle damit verbundenen Elemente der Außenkommunikation (Schild, Urkunde, Logo, usw.) stellen ausdrücklich kein Nachhaltigkeitssiegel und keine unabhängige Zertifizierung im Sinne der Richtlinie (EU) 2024/825 „Empowering Consumers for the Green Transition“ und § 2 Abs. 2 Nr. 4 UWG dar.
Wenn Sie erfahren möchten, welche der folgenden Maßnahmen eine teilnehmende Einrichtung umgesetzt hat, wenden Sie sich bitte direkt an die betreffende Einrichtung.
Pflichtmaßnahmen
1.2 Pflichtmaßnahme: Blaue Engel Kopier- & Druckerzeugnisse
Für alle immer noch notwendigen Kopier- und Druckerzeugnisse wird Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel (RAL-UZ 14) genutzt (Pflichtmaßnahme).
4.1.1 Pflichtmaßnahme: Energiecontrolling
Zählerstände werden monatlich erfasst und dokumentiert (Energiecontrolling, Fernablesung auch möglich). Energieberichte werden mindestens jährlich auf Entscheider:innen-Ebene beraten (Pflichtmaßnahme).
7.1 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Hygienepapiere
Alle Hygienepapiere (wie Toilettenpapier, Papierhandtücher oder -taschentücher) tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).
9.1 Pflichtmaßnahme: Faire Lebensmittel
Es sind Lebensmittel festgelegt, die grundsätzlich aus Fairem Handel bezogen werden (Siegel beachten): Mindestens Kaffee, Tee und Schokoladenprodukte, wenn möglich auch Bananen, Gewürze, usw.
Weitere Maßnahmen
Bereich 1: Büroausstattung
1.1 Papierloses Büro
Mit geeigneten Maßnahmen wird der Papierverbrauch stark reduziert und ein papierloses Büro angestrebt, unnötige Ausdrucke werden vermieden.
1.2 Pflichtmaßnahme: Blaue Engel Kopier- & Druckerzeugnisse
Für alle immer noch notwendigen Kopier- und Druckerzeugnisse wird Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel (RAL-UZ 14) genutzt (Pflichtmaßnahme).
1.3 Doppelseitiger Druck
Es wird standardmäßig doppelseitig und schwarz-weiß gedruckt.
1.4 Umweltfreundlicher Bürobedarf
Bei allgemeinem Bürobedarf (z. B. Stifte, Klebstoffe, Mappen, Ordner) werden umweltfreundliche Alternativen benutzt und auf Recyclingfähigkeit geachtet.
1.5 Gebrauchtmöbel
Möbel werden nach Möglichkeit gebraucht gekauft.
1.6 Zertifiziertes Neumobiliar
Wenn eine Neuanschaffung notwendig ist, dann sind neue Büromöbel aus zertifiziertem Holz, mit nachhaltigen Siegeln versehen oder aus langlebigem & recycelbarem Stahl. Lacke sind lösemittelfrei.
Bereich 2: Digitales & IT
2.1 Papierloses Büro
Das Büro ist überwiegend papierlos organisiert. Die Buchhaltung erfolgt digital. Mitarbeitende erhalten Informationen möglichst digital. Briefe werden nur in Ausnahmefällen, z. B. zum Zwecke des Datenschutzes, versendet.
2.2 Telearbeit
Mitarbeitende sind technisch so ausgestattet, dass Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten möglich ist und Fahrten vermieden werden können.
2.3 Online-Meetings
Arbeits-Meetings und Sitzungen werden bevorzugt online durchgeführt, wenn dadurch Autofahrten verhindert werden können.
2.4 Energiesparende Infrastruktur
Die digitale Infrastruktur wird möglichst energiesparend genutzt.
2.5 Sozial-ökologische Suchmaschine
Es wird standardmäßig eine Suchmaschine mit positiver sozial-ökologische Wirkung verwendet.
2.6 grüner Web-Host
Die Website der Einrichtung läuft über einen Web-Hosting-Anbieter, der mindestens die Nutzung zertifizierten Ökostroms gewährleistet.
Bereich 3: Elektronische Geräte
3.1 Zertifizierte elektronische Geräte
Neu angeschaffte elektronische Geräte tragen das Umweltzeichen Blauer Engel, das Siegel „TCO certified“ oder eines der genannten Siegel.
3.2 Energieeffizienz
Neu angeschaffte elektronische Geräte, Werkzeuge und weiße Ware (z. B. Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschine, etc.) haben jeweils die höchste am Markt verfügbare Energieeffizienzklasse. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Erweiterbarkeit der Produkte berücksichtigt.
3.3 Minimaler Stand-by-Betrieb
Elektronische Geräte & Werkzeuge werden bei Nichtnutzung komplett ausgeschaltet oder durch Abschaltbare Steckdosenleisten vom Stromnetz getrennt, um Stand-by-Betrieb zu verhindern. Schaltleisten sind erreichbar angebracht.
3.4 Bevorzugung von Gebrauchtgeräten
Bei Neuanschaffungen werden intern oder extern gebrauchte (»refurbished«) Laptops, PCs, Tablets und Smartphones bevorzugt.
Bereich 4: Energie, Wärme & Beleuchtung
4.1.1 Pflichtmaßnahme: Energiecontrolling
Zählerstände werden monatlich erfasst und dokumentiert (Energiecontrolling, Fernablesung auch möglich). Energieberichte werden mindestens jährlich auf Entscheider:innen-Ebene beraten (Pflichtmaßnahme).
4.1.2 Ökostrom
Die Einrichtung und die dazugehörenden Gebäude beziehen zertifizierten Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien mit dem Label „Ok-Power“ oder „Grüner Strom“.
4.1.3 Produktion & Nutzung erneuerbarer Energie
Die Einrichtung produziert & nutzt erneuerbare Energien, wie Photovoltaik und Wärmepumpe, Solarthermie oder Holz, z. B. zur Erhitzung von Brauchwasser.
4.1.4 Erhitzung von Brauchwasser
Bei geringem Warmwasserverbrauch erfolgt die Erhitzung von Brauchwasser dezentral, z. B. durch energieeffiziente elektrische Durchlauferhitzer.
4.1.5 Erneuerbare Energieträger
Die Gebäude der Einrichtung werden ausschließlich mit erneuerbaren Energieträgern beheizt. Dazu zählen Wärmepumpen (mit zertifiziertem Ökostrom oder Stromeigengewinnung), Biomasse und Biogas. Auch Fernwärme ist eine Option, da die Fernwärme mittelfristig auch auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden muss.
4.1.6 Effiziente Wärmenutzung
Die Einrichtung setzt mindestens drei der folgenden Maßnahmen zur effizienten Wärmenutzung um. Die Maßnahmen sind nach Schwierigkeit in der Umsetzung sortiert (von einfach nach anspruchsvoll):
- Heizungseinstellungen verstanden: Sie wissen, wie die Heizung Ihrer Einrichtung funktioniert und wie Sie Betriebszeiten oder die Sommer-Abschaltung einstellen können.
- Sommer-Pause: Die Heizung ist in den warmen Monaten komplett aus (kein Standby-Betrieb), sobald es draußen dauerhaft über 15 °C warm ist.
- Regelmäßig Einstellungen kontrollieren: Einstellungen, wie Heizzeiten und Nachtabsenkung werden immer wieder an die Nutzung angepasst – insbesondere, wenn sich diese ändert.
- Gedämmte Rohre: Alle frei zugänglichen Heizrohre, Ventile und Pumpen in unbeheizten Räumen sind gedämmt – z. B. im Keller.
- Optimierte Heizkurve: Die Wärmeerzeugung in Abhängigkeit der Außentemperatur ist passend eingestellt – Fachleute hinzuziehen.
- Smarte Raumheizung: Ihre Einrichtung nutzt digitale Regler, um jeden Raum einzeln und bedarfsgerecht zu steuern.
- Moderne Pumpen: Alte, ungeregelte Heizpumpen wurden durch hocheffiziente Modelle ersetzt.
- Hydraulischer Abgleich: Ein Fachbetrieb hat das Heizungs-System so eingestellt, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden – Umsetzung abschließend überprüfen.
- Heizlast berechnet: Es wurde genau ausgerechnet, wie viel Wärme jeder Raum tatsächlich benötigt und welche Heizleistung das Gebäude insgesamt braucht – spätestens vor dem Einbau einer neuen Heizung.
4.1.7 Gebäudedämmung
Bei baulichen Erneuerungsmaßnahmen an der Gebäudehülle innerhalb der letzten 5 Jahre wurde mindestens gemäß des heutigen Mindeststandards gedämmt, um den Energieverbrauch der beheizten und/oder gekühlten Gebäude zu senken.
4.2.1 LED im Innen- & Außenbereich
Umstellung auf energiesparende LED-Lampen im Innen- & Außenbereich.
4.2.2 Bewegungsmelder im Innen- & Außenbereich
Einsatz von Bewegungsmeldern, Zeitschaltuhren & Dämmerungsschaltern im Innen- & Außenbereich.
4.2.3 Insektenfreundliche Außenbeleuchtung
Verwendung insektenfreundlicher Außenbeleuchtung, die nach oben abgeschirmt und deren Lampengehäuse gegen das Eindringen von Insekten abgeschlossen ist. Umstellung auf insektenverträgliche Leuchtmittel im Außenbereich mit weniger als 2700 Kelvin & max. 500 Lumen (entspricht ca. 1-5 Watt), z. B. warmweißen LED-Lampen (Fachbezeichnung: „Amber-LED“).
Bereich 5: Wassernutzung
5.1 Durchflussmengenbegrenzer
Wasserhähne und Duschköpfe sind mit Durchflussmengenbegrenzern ausgestattet oder weisen andere Wassersparmaßnahmen auf.
5.2 Sparsame Toilettenspülung
Zur Bewusstseinsbildung & zur Einsparung von Trinkwasser sind Toilettenspülungen mit zwei Tasten bzw. Spül-Stopp Mechanik ausgestattet und entsprechend gekennzeichnet.
5.3 Verwendung von Regenwasser
Verwendung von Regenwasser oder aufbereitetem Grauwasser für die Toilettenspülung oder für Bewässerung der Außenanlage und Begrünungen, um so die Verwendung von Trinkwasser zu minimieren.
Bereich 6: Abfallentsorgung
6.1 Mülltrennung nach regionalen Standards
Abfall wird mindestens nach den regional gültigen Standards getrennt. Dafür stehen an zentralen Orten der Einrichtung gut erreichbare und eindeutig beschriftete Behälter bereit. Es wird stets dafür gesorgt, dass der so getrennt gesammelte Abfall in die entsprechenden Sammelsysteme gelangt bzw. kompostiert und aufbereitet wird:
- Tonne für Papier
- Tonne/Sack für Wertstoffe
- Tonne für Restabfall
- Altglascontainer
- Biotonne in Büro- & Geschäftsräumen
- Kompost für organische Abfälle
- Getrennte Sammelstelle für Sonderabfälle
- Nicht mehr benötigte Möbel, Geräte oder andere Materialien werden verschenkt, verkauft oder fachgerecht entsorgt
6.2 Entsorgung von Sonderabfällen
Sonderabfälle, wie CDs, Leuchtmittel, Batterien, Akkus, Tonerkartuschen, Farben, Autoreifen, etc. werden getrennt gesammelt und zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammelstelle gebracht.
Bereich 7: Reinigungsmittel & Hygienebedarf
7.1 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Hygienepapiere
Alle Hygienepapiere (wie Toilettenpapier, Papierhandtücher oder -taschentücher) tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).
7.2 Zertifizierte Reinigungsmittel
Alle Reinigungsmittel tragen eines der empfohlenen Siegel, die gesundheitsschädliche oder umweltgefährdende Inhaltsstoffe, wie synthetische Farb- & Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Mikroplastik, Paraffine, Silikone u. ä. ausschließen:
7.3 Zertifizierte Kosmetika
Handseife & andere Kosmetikprodukte sind zertifizierte Naturkosmetik und tragen eines der empfohlenen Siegel:
7.4 Großgebinde
Reinigungsmittel werden nach Möglichkeit in Großgebinden gekauft und in Nachfüllpackungen umgefüllt.
7.5 Zertifizierte Windeln & Inkontinenzeinlagen
Windeln und Inkontinenzeinlagen tragen das Umweltzeichen Blauer Engel.
Bereich 8: Textilien
8.1 Einsatz zertifizierter Flachwäsche
Gemietete und eigene Flachwäsche (Bettwäsche, Tischdecken, (Küchen-) Handtücher, Waschlappen) ist mit einem oder mehreren der folgenden Siegel ausgezeichnet:
8.2 Einsatz zertifizierter Berufskleidung
Gemietete und eigene Berufskleidung ist mit einem oder mehreren der Siegel unter 8.1 ausgezeichnet.
8.3 Ökologische Reinigung der Flachwäsche
Die Reinigung der gemieteten und eigenen Flachwäsche erfolgt in einem ökologischen, energiesparenden Prozess (volle Ladungen, energieeffiziente Waschmaschine und Trockner, ökologisch zertifizierte Waschmittel, Verzicht auf Weichspüler).
8.4 Ökologische Reinigung der Berufskleidung
Die Reinigung der gemieteten und eigenen Berufskleidung erfolgt in einem ökologischen, energiesparenden Prozess (volle Ladungen, energieeffiziente Waschmaschine (siehe 8.3) und Trockner, ökologisch zertifizierte Waschmittel, Verzicht auf Weichspüler).
8.5 Reparatur statt Neukauf
Eigene Flachwäsche und Berufskleidung wird möglichst lange verwendet. Bei Beschädigungen wird eine Reparatur einem Neukauf vorgezogen.
Bereich 9: Verpflegung
9.1 Pflichtmaßnahme: Faire Lebensmittel
Es sind Lebensmittel festgelegt, die grundsätzlich aus Fairem Handel bezogen werden (Siegel beachten): Mindestens Kaffee, Tee und Schokoladenprodukte, wenn möglich auch Bananen, Gewürze, usw.
9.2 Vegetarische Versorgung
Es wird vorzugsweise vegetarische und vegane Verpflegung angeboten.
9.3 Regionale, saisonale, biologische Lebensmittel
Es werden überwiegend frische regionale und saisonale Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft mit geringem Verarbeitungsgrad angeboten (plastikfreie Verpackung und Verzicht auf Fertigprodukte).
9.4 Trinkwasserangebot
Es wird vorzugsweise Leitungswasser oder Mineralwasser in Mehrwegflaschen von regionalen Abfüllern angeboten.
9.5 Säfte
Säfte werden in Bioqualität aus regionaler Herkunft (Siegel siehe 9.3) oder dem Fairen Handel (Siegel siehe 9.1) bezogen.
9.6 Küchenmanagementplan
Es wird ein Küchenmanagementplan mit dem Ziel erstellt, den Energieverbrauch zu optimieren und die Abfallmenge zu reduzieren. Bei externer Beauftragung mindestens wöchentliche Abstimmung der Bestellmenge auf den voraussichtlichen Bedarf.
9.7 Rahmenbedingungen bei Cateringaufträgen
Bei externer Beauftragung eines Caterers sind in einer Leistungsbeschreibung mindestens zwei der folgenden Kriterien für die ÖkoFaire Verpflegung festgelegt:
- Bio-Anteil pro Warengruppe
- Saisonalität und Regionalität pro Warengruppe
- Nachweise über Zertifizierungen und Siegel, z. B. Bio-Siegel
Bereich 10: Veranstaltungsorganisation
10.1 Digitales Marketing
Veranstaltungen werden möglichst digital beworben. Wird dennoch Print-Werbematerial benötigt, wird dieses auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel gedruckt.
10.2 Digitales Tagungsmaterial
Tagungsmaterial wird digital angeboten und auf umfangreiche Papierausdrucke wird verzichtet.
10.3 Klimafreundliche Anreise
Auf eine klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften wird hingewiesen, z. B. kann die Bekanntgabe der Teilnehmenden-Liste inklusive Anreiseroute vorab zur Bildung von Fahrgemeinschaften anregen.
10.4 Vegetarische Versorgung
Bei Veranstaltungen wird bevorzugt vegetarische und vegane Versorgung angeboten.
10.5 ÖkoFaire Verpflegung
Bei Veranstaltungen ist die Verpflegung biologisch, saisonal, regional, fair und mit möglichst geringem Verarbeitungsgrad. Es wird Leitungs- statt Flaschenwasser angeboten.
10.6 Mülltrennung
Auf eine genaue Mülltrennung wird geachtet und die entsprechenden Behälter bereitgestellt.
10.7 Mehrweggeschirr
Es werden Mehrweggeschirr & Mehrwegflaschen vorzugsweise aus Glas verwendet.
10.8 Geschenke
Geschenke stammen entweder aus regionaler Produktion oder aus dem Fairen Handel (z. B. aus dem Weltladen).
Bereich 11: Mobilität
11.1 ÖPNV-Zuschüsse
Förderung von Monatskarten & BahnCard-Abos durch eine betriebliche Kostenbeteiligung für Mitarbeitende.
11.2 Fahrrad-Abstellanlagen
Installation moderner Fahrrad-Abstellanlagen nach ADFC-Empfehlungen (z. B. Diebstahlschutz, Witterungsschutz, Benutzungsfreundlichkeit, Zugänglichkeit).
11.3 Förderung umweltfreundlichen Individualverkehrs
Nutzung von (E-)Dienst- & (E-)Lastenrädern und/oder von E-Dienstwagen, sowie Förderung der E-Mobilität durch Einrichtung einer Ladeinfrastruktur für die Nutzung durch Gäste & Mitarbeitende.
11.4 Carsharing
Dienstfahrten werden standardmäßig mit dem öffentlichen Personenverkehr angetreten. Alternativ werden E-Carsharing-Angeboten externer Anbieter für Dienstfahrten für Teilstrecken genutzt.
11.5 Klimafreundliche Anreisemöglichkeiten
Hinweis auf klimafreundliche Anreisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Informationsmaterialien bzw. auf der Website.
11.6 Kompensation von Dienstflügen
Es werden grundsätzlich keine Inlandsflüge durchgeführt. Ebenso wenig Dienstreisen per Flugzeug, bei denen dieselbe Strecke mit der Bahn zurückgelegt werden kann. Alle CO₂-Emissionen notwendiger Dienstflüge werden über die Klima-Kollekte kompensiert.
Bereich 12: Außenanlagen
12.1 Blühwiesen
Anlage und Pflege von Grünflächen, z. B. Blühwiesen und Beete mit standortgerechten Wildpflanzen oder Neuanpflanzung trockenheitsverträglicher Pflanzen.
12.2 Begrünung
Weitestgehende Begrünung von Fassaden & Dächern in möglichst extensiver Form, z. B. mit Moosen, Kräutern & Gräsern & ggf. Totholzstrukturen oder Anlage eines Dachgartens, um weitere Lebensräume zu schaffen.
12.3 Entsiegelung
Entsiegelung ungenutzter Flächen (z. B. Lagerflächen), Neuanlage von oder Ersatz vorhandener Pflaster- oder Plattenwege durch wassergebundene Wegedecken oder Schotterrasen, unter Beachtung der Barrierefreiheit.
12.4 Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz
Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmaßnahmen, glyphosathaltige Mittel, synthetische Düngemittel und torfhaltige Blumenerde.
12.5 Quartiere & Wasserstellen
Die Einrichtung verfügt über mindestens zwei der folgenden Schutzmaßnahmen für Tiere:
- Igelquartiere
- Fledermausquartiere
- Vogelhäuser und/oder Nistkästen
- Erhalt und die Schaffung natürlicher Niststrukturen, wie offene Bodenflächen, Sandarien oder Trockenmauern für Wildbienen und andere Insekten
- Stehende, möglichst flache Wasserstellen wie Tränken (aus Mauer- oder Sandstein) und/oder Teiche als Wasserstellen für Wildtiere, Vögel & Insekten, die über Einstiegshilfen & den nötigen Schutz vor möglichen Fressfeinden verfügen
- Vorkehrungen gegen Vogelschlag an Glasfassaden
12.6 Zertifizierte Außenmöbel
Außenmöbel wie Bänke, Tische, Abfalleimer, Schaukästen, Beeteinfassungen und Hochbeete bestehen aus zertifizierten, einheimischen Gehölzen, Recyclingkunststoff oder langlebigem Stahl. Lacke, die zur Behandlung von Außenmöbeln verwendet werden, sind lösemittelfrei.
12.7 Zertifizierter Stein
Bei Neuanschaffung stammen Pflaster- und Mauersteine aus Naturstein aus Deutschland oder sind, sofern sie importiert sind, FairStone- bzw. Xertifix-zertifiziert. So soll darauf hingewirkt werden, dass die Steine ohne Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Bereich 13: Ethisches Investment
13.1 Ethisches Investment
Die Einrichtung setzt für ihre Finanzdienstleistungen auf nachhaltige Banken und Versicherungen und legt Gelder nach ethischen Kriterien unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsratings und der EU-Taxonomie an.
Bereich 14: Spiel- und Bastelmaterial
14.1 Gebrauchtes Spielzeug
Spiel- und Bastelmaterial wird möglichst lange verwendet. Bei Beschädigungen wird eine Reparatur einem Neukauf vorgezogen. Nach Möglichkeit wird Secondhand-Spiel- und Bastelmaterial angeschafft.
14.2 Zertifiziertes Spielzeug
Bei Neuanschaffung von Spiel- und Bastelmaterial werden umweltfreundliche Alternativen mit anerkannten Prüfsiegeln bevorzugt.
14.3 Zertifiziertes Holzspielzeug
Holzspielzeug und Buntstifte sind weitgehend unlackiert und aus zertifiziertem Holz gefertigt.
14.4 Schadstofffreies Kunststoffspielzeug
Spiel- und Bastelmaterial aus Kunststoff ist nachweislich schadstoff- und PVC-frei.
