Maßnahmen: Kitas

Zugangskriterien zum Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften für Kitas

Kirchliche und diakonische Kitas auf dem Gebiet der Nordkirche, die Mitglied im Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften sind, setzen in ihrem Beschaffungswesen mindestens ein Drittel der für ihre Wirtschaftsweise relevanten Maßnahmen inklusive der fünf Pflichtmaßnahmen aus dem nachfolgenden Maßnahmenkatalog um.

Für die Aufnahme ins Netzwerk reichen Kitas einen Dokumentationsbogen und Belege ein. Diese werden durch ein zentrales Koordinationsteam des Netzwerks gesichtet. Das Koordinationsteam wird verantwortet durch die Projektkoordination Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften, die im Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche angesiedelt ist, und ergänzt durch Beschaffungsverantwortliche in den Kirchenkreisen und der Diakonie.

Das Netzwerk Zukunftsfähig Wirtschaften existiert, um kirchlichen und diakonischen Einrichtungen auf dem Gebiet der Nordkirche einen niedrigschwelligen Einstieg zu bieten, ihre Beschaffung gemäß der Beschaffungsverwaltungsvorschrift und dem Klimaschutzgesetz der Nordkirche zu gestalten, dies nach außen zu kommunizieren sowie sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Die Netzwerkmitgliedschaft und alle damit verbundenen Elemente der Außenkommunikation (Schild, Urkunde, Logo, usw.) stellen ausdrücklich kein Nachhaltigkeitssiegel und keine unabhängige Zertifizierung im Sinne der Richtlinie (EU) 2024/825 „Empowering Consumers for the Green Transition“ und § 2 Abs. 2 Nr. 4 UWG dar.

Wenn Sie erfahren möchten, welche der folgenden Maßnahmen eine teilnehmende Kita genau umgesetzt hat, wenden Sie sich bitte direkt an die betreffende Kita.

Pflichtmaßnahmen für Kitas

1.2 Pflichtmaßnahme: Blaue Engel Kopier- & Druckerzeugnisse

Für alle immer noch notwendigen Kopier- und Druckerzeugnisse wird Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel (RAL-UZ 14) genutzt (Pflichtmaßnahme).

4.1.1 Pflichtmaßnahme: Energiecontrolling

Zählerstände werden monatlich erfasst und dokumentiert (Energiecontrolling, Fernablesung auch möglich). Energieberichte werden mindestens jährlich auf Entscheider:innen-Ebene beraten (Pflichtmaßnahme).

7.1 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Hygienepapiere

Alle Hygienepapiere (wie Toilettenpapier, Papierhandtücher oder -taschentücher) tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).

7.2 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Windeln

Von der Kita bereitgestellte Windeln tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).

9.1 Pflichtmaßnahme: Faire Lebensmittel

Es sind Lebensmittel festgelegt, die grundsätzlich aus Fairem Handel bezogen werden (Siegel beachten): Mindestens Kaffee, Tee und Schokoladenprodukte, wenn möglich auch Bananen, Gewürze, usw.

Weiter Maßnahmen für Kitas

Bereich 1: Büroausstattung

1.1 Papierloses Büro

Das Büro ist überwiegend papierlos organisiert. Die Buchhaltung erfolgt digital. Mitarbeitende und Eltern erhalten Informationen möglichst digital. Unnötige Ausdrucke werden vermieden und Briefe nur in Ausnahmefällen, z. B. zum Zwecke des Datenschutzes, versendet.

1.2 Pflichtmaßnahme: Blaue Engel Kopier- & Druckerzeugnisse

Für alle immer noch notwendigen Kopier- und Druckerzeugnisse wird Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel (RAL-UZ 14) genutzt (Pflichtmaßnahme).

1.3 Doppelseitiger Druck

Es wird standardmäßig doppelseitig und schwarz-weiß gedruckt.

1.4 Umweltfreundlicher Bürobedarf

Bei der Neuanschaffung allgemeinen Bürobedarfs (z. B. Stifte, Klebstoffe, Mappen, Ordner) werden umweltfreundliche Alternativen bevorzugt und auf Recyclingfähigkeit geachtet.

1.5 Gebrauchtmöbel

Möbel sind langjährig in Gebrauch und werden nach Möglichkeit gebraucht gekauft.

1.6 Zertifiziertes Neumobiliar

Wenn eine Neuanschaffung notwendig ist, dann sind neue Büromöbel aus zertifiziertem Holz, mit nachhaltigen Siegeln versehen oder aus langlebigem & recycelbarem Stahl. Lacke sind lösemittelfrei.

Bereich 2: Digitales & IT

2.1 Energiesparende Infrastruktur

Die digitale Infrastruktur wird möglichst energiesparend genutzt.

2.2 Sozial-ökologische Suchmaschine

Es wird standardmäßig eine Suchmaschine mit positiver sozial-ökologische Wirkung verwendet.

2.3 grüner Web-Host

Die Website der Kita läuft über einen Web-Hosting-Anbieter, der mindestens die Nutzung zertifizierten Ökostroms gewährleistet.

Bereich 3: Elektronische Geräte

3.1 Zertifizierte elektronische Geräte

Neu angeschaffte elektronische Geräte tragen das Umweltzeichen Blauer Engel, das Siegel „TCO certified“ oder eines der genannten Siegel.

3.2 Energieeffizienz

Neu angeschaffte elektronische Geräte, Werkzeuge und weiße Ware (z. B. Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschine, etc.) haben jeweils die höchste am Markt verfügbare Energieeffizienzklasse. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Erweiterbarkeit der Produkte berücksichtigt.

3.3 Minimaler Stand-by-Betrieb

Elektronische Geräte & Werkzeuge werden bei Nichtnutzung komplett ausgeschaltet oder durch Abschaltbare Steckdosenleisten vom Stromnetz getrennt, um Stand-by-Betrieb zu verhindern. Schaltleisten sind erreichbar angebracht.

3.4 Bevorzugung von Gebrauchtgeräten

Bei Neuanschaffungen werden intern oder extern gebrauchte (»refurbished«) Laptops, PCs, Tablets und Smartphones bevorzugt.

Bereich 4: Energie, Wärme & Beleuchtung

4.1.1 Pflichtmaßnahme: Energiecontrolling

Zählerstände werden monatlich erfasst und dokumentiert (Energiecontrolling, Fernablesung auch möglich). Energieberichte werden mindestens jährlich beraten (Pflichtmaßnahme).

4.1.2 Ökostrom

Die Kita bezieht zertifizierten Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien mit dem Label „Ok-Power“ oder „Grüner Strom“.

4.1.3 Produktion & Nutzung erneuerbarer Energie

Die Kita produziert und nutzt erneuerbare Energien, wie Photovoltaik und Wärmepumpe, Solarthermie oder Holz, z. B. zur Erhitzung von Brauchwasser.

4.1.4 Erhitzung von Brauchwasser

Bei geringem Warmwasserverbrauch erfolgt die Erhitzung von Brauchwasser dezentral, z. B. durch energieeffiziente elektrische Durchlauferhitzer.

4.1.5 Erneuerbare Energieträger

Die Kita wird ausschließlich mit erneuerbaren Energieträgern beheizt. Dazu zählen Wärmepumpen (mit zertifiziertem Ökostrom oder Stromeigengewinnung), Biomasse und Biogas. Auch Fernwärme ist eine Option, da die Fernwärme mittelfristig auch auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden muss.

4.1.6 Effiziente Wärmenutzung

Die Kita setzt mindestens drei Maßnahmen zur effizienten Wärmenutzung um. Die Maßnahmen sind nach Schwierigkeit in der Umsetzung sortiert (von einfach nach anspruchsvoll):

  • Heizungseinstellungen verstanden: Sie wissen, wie die Heizung der Kita funktioniert und wie Sie Betriebszeiten oder die Sommer-Abschaltung selbst einstellen können.
  • Sommer-Pause: Die Heizung ist in den warmen Monaten komplett aus (kein Standby-Betrieb), sobald es draußen dauerhaft über 15 °C warm ist.
  • Regelmäßig Einstellungen kontrollieren: Einstellungen, wie Heizzeiten und Nachtabsenkung werden immer wieder an die Nutzung angepasst – insbesondere, wenn sich diese ändert.
  • Gedämmte Rohre: Alle frei zugänglichen Heizrohre, Ventile und Pumpen in unbeheizten Räumen sind gedämmt – z. B. im Keller.
  • Optimierte Heizkurve: Die Wärmeerzeugung in Abhängigkeit der Außentemperatur ist passend eingestellt – Fachleute hinzuziehen.
  • Smarte Raumheizung: Die Kita nutzt digitale Regler, um jeden Raum einzeln und bedarfsgerecht zu steuern.
  • Moderne Pumpen: Alte, ungeregelte Heizpumpen wurden durch hocheffiziente Modelle ersetzt.
  • Hydraulischer Abgleich: Ein Fachbetrieb hat das Heizungs-System so eingestellt, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden – Umsetzung abschließend überprüfen.
  • Heizlast berechnet: Es wurde genau ausgerechnet, wie viel Wärme jeder Raum tatsächlich benötigt und welche Heizleistung das Gebäude insgesamt braucht – spätestens vor dem Einbau einer neuen Heizung.

4.1.7 Gebäudedämmung

Bei baulichen Erneuerungsmaßnahmen an der Gebäudehülle innerhalb der letzten 5 Jahre wurde mindestens gemäß des heutigen Mindeststandards gedämmt, um den Energieverbrauch der beheizten und/oder gekühlten Gebäude zu senken.

4.2.1 LED im Innen- & Außenbereich

Umstellung auf energiesparende LED-Lampen im Innen- & Außenbereich.

4.2.2 Bewegungsmelder im Innen- & Außenbereich

Einsatz von Bewegungsmeldern, Zeitschaltuhren & Dämmerungsschaltern im Innen- & Außenbereich.

4.2.3 Insektenfreundliche Außenbeleuchtung

Verwendung insektenfreundlicher Außenbeleuchtung, die nach oben abgeschirmt und deren Lampengehäuse gegen das Eindringen von Insekten abgeschlossen ist. Umstellung auf insektenverträgliche Leuchtmittel im Außenbereich mit weniger als 2700 Kelvin & max. 500 Lumen (entspricht ca. 1-5 Watt), z. B. warmweißen LED-Lampen (Fachbezeichnung: „Amber-LED“).

Bereich 5: Wassernutzung

5.1 Durchflussmengenbegrenzer

Wasserhähne und Duschköpfe sind mit Durchflussmengenbegrenzern ausgestattet oder weisen andere Wassersparmaßnahmen auf.

5.2 Sparsame Toilettenspülung

Zur Bewusstseinsbildung & zur Einsparung von Trinkwasser sind Toilettenspülungen mit zwei Tasten bzw. Spül-Stopp Mechanik ausgestattet und entsprechend mit Aufklebern für die Kinder gekennzeichnet.

5.3 Verwendung von Regenwasser

Verwendung von Regenwasser oder aufbereitetem Grauwasser für die Toilettenspülung oder für Bewässerung der Außenanlage und Begrünungen, um so die Verwendung von Trinkwasser zu minimieren.

Bereich 6: Abfallentsorgung

6.1 Mülltrennung nach regionalen Standards

Abfall wird mindestens nach den regional gültigen Standards getrennt. Dafür stehen an zentralen Orten der Kita, wie Küche, Speise- und Gruppenräumen gut erreichbare und eindeutig beschriftete Behälter bereit. Es wird stets dafür gesorgt, dass der so getrennt gesammelte Abfall in die entsprechenden Sammelsysteme gelangt bzw. kompostiert und aufbereitet wird:

  • Tonne/Sack für Wertstoffe
  • Tonne für Restabfall
  • Altglascontainer
  • Biotonne in Büro- & Geschäftsräumen
  • Kompost für organische Abfälle
  • Getrennte Sammelstelle für Sonderabfälle
  • Nicht mehr benötigte Möbel, Geräte oder andere Materialien werden verschenkt, verkauft oder fachgerecht entsorgt

6.2 Entsorgung von Sonderabfällen

Sonderabfälle, wie CDs, Leuchtmittel, Batterien, Akkus, Tonerkartuschen, Farben, elektronische Geräte, Autoreifen, etc. werden getrennt gesammelt und zum Wertstoffhof oder zur (Schadstoff-) Sammelstelle gebracht.

Bereich 7: Reinigungsmittel & Hygienebedarf

7.1 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Hygienepapiere

Alle Hygienepapiere (wie Toilettenpapier, Papierhandtücher, -taschentücher, Arztrollen) tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).

7.2 Pflichtmaßnahme: Blauer Engel Windeln

Von der Kita bereitgestellte Windeln tragen das Umweltzeichen Blauer Engel (Pflichtmaßnahme).

7.3 Zertifizierte Reinigungsmittel

Reinigungsmittel tragen eines der empfohlenen Siegel, die gesundheitsschädliche oder umweltgefährdende Inhaltsstoffe, wie synthetische Farb- & Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Mikroplastik, Paraffine, Silikone u. ä. ausschließen:

7.4 Zertifizierte Kosmetika

Handseife & andere Kosmetikprodukte sind zertifizierte Naturkosmetik und tragen eines der empfohlenen Siegel:

7.5 Großgebinde

Reinigungsmittel werden nach Möglichkeit in Großgebinden gekauft und in Nachfüllpackungen umgefüllt.

Bereich 8: Textilien

8.1 Zertifizierte Flachwäsche & Berufskleidung

Gemietete und eigene Flachwäsche (Bettwäsche, (Küchen-) Handtücher, Waschlappen, Tischdecken) sowie Berufskleidung (z. B. Küchen- oder Hausmeisterkittel) sind mit einem oder mehreren der folgenden Siegel ausgezeichnet:

8.2 Ökologische Reinigung

Die Reinigung der gemieteten und eigenen Flachwäsche und Berufskleidung erfolgt in einem ökologischen, energiesparenden Prozess (volle Ladungen, energieeffiziente Waschmaschine und Trockner, ökologisch zertifizierte Waschmittel, Verzicht auf Weichspüler).

8.3 Reparatur statt Neukauf

Eigene Flachwäsche und Berufskleidung wird möglichst lange verwendet. Bei Beschädigungen wird eine Reparatur einem Neukauf vorgezogen.

Bereich 9: Verpflegung

9.1 Pflichtmaßnahme: Faire Lebensmittel

Es sind Lebensmittel festgelegt, die grundsätzlich aus Fairem Handel bezogen werden (Siegel beachten): Mindestens Kaffee, Tee und Schokoladenprodukte, wenn möglich auch Bananen, Gewürze, usw.

9.2 Vegetarische Versorgung

Es wird vorzugsweise ovo-lacto-vegetarische (inkl. Honig, Ei- und Milchprodukten) Verpflegung angeboten.

9.3 Regionale, saisonale, biologische Lebensmittel

Es werden überwiegend frische regionale und saisonale Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft mit möglichst geringem Verarbeitungsgrad angeboten (plastikfreie Verpackung und Verzicht auf Fertigprodukte).

9.4 Trinkwasserangebot

Es wird vorzugsweise Wasser aus der Leitung, Wasserspendern, Filtern oder Mineralwasser in Mehrweg-Glasflaschen von regionalen Abfüllern angeboten.

9.5 Säfte

Wenn Säfte angeboten werden, dann in Bioqualität aus regionaler Herkunft (Siegel siehe 9.3) oder aus dem Fairen Handel (Siegel siehe 9.1).

9.6 Küchenmanagementplan

Es wird ein Küchenmanagementplan mit dem Ziel erstellt, den Energieverbrauch zu optimieren und die Abfallmenge zu reduzieren. Bei externer Beauftragung mindestens wöchentliche Abstimmung der Bestellmenge auf den voraussichtlichen Bedarf.

9.7 Rahmenbedingungen bei Cateringaufträgen

Bei externer Beauftragung eines Caterers sind in einer Leistungsbeschreibung mindestens zwei der folgenden Kriterien für die ÖkoFaire Verpflegung festgelegt:

  • Bio-Anteil pro Warengruppe
  • Saisonalität und Regionalität pro Warengruppe
  • Nachweise über Zertifizierungen und Siegel, z. B. Bio-Siegel

Bereich 10: Veranstaltungsorganisation

10.1 Digitales Marketing

Veranstaltungen werden möglichst digital beworben. Wird dennoch Print-Werbematerial benötigt, wird dieses auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel gedruckt.

10.2 Digitales Tagungsmaterial

Veranstaltungsmaterial wird digital angeboten und auf umfangreiche Papierausdrucke wird verzichtet.

10.3 Klimafreundliche Anreise

Auf eine klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften wird hingewiesen, z. B. kann die Bekanntgabe der Teilnehmenden-Liste inklusive Anreiseroute vorab zur Bildung von Fahrgemeinschaften anregen.

10.4 ÖkoFaire vegetarische Verpflegung

Bei Veranstaltungen ist die Verpflegung vegetarisch, biologisch, saisonal, regional, fair und mit möglichst geringem Verarbeitungsgrad. Es wird Leitungs- statt Flaschenwasser angeboten.

10.5 Mülltrennung

Auf eine genaue Mülltrennung wird geachtet und die entsprechenden Behälter bereitgestellt.

10.6 Mehrweggeschirr

Es werden Mehrweggeschirr & Mehrwegflaschen vorzugsweise aus Glas verwendet.

10.7 ÖkoFaire Geschenke

Geschenke für Mitarbeitende und Kinder (z. B. zur Verabschiedung oder Festen) stammen entweder aus regionaler Produktion oder aus dem Fairen Handel (z. B. aus dem Weltladen).

Bereich 11: Mobilität

11.1 ÖPNV-Zuschüsse

Förderung von Monatskarten & BahnCard-Abos durch eine betriebliche Kostenbeteiligung für Mitarbeitende.

11.2 Fahrrad-Abstellanlagen

Installation moderner Fahrrad-Abstellanlagen nach ADFC-Empfehlungen (z. B. Diebstahlschutz, Witterungsschutz, Benutzungsfreundlichkeit, Zugänglichkeit), auch für Kinderräder.

11.3 Förderung umweltfreundlichen Individualverkehrs

Nutzung von (E-)Dienst- & (E-)Lastenrädern und/oder von E-Dienstwagen, sowie Förderung der E-Mobilität durch Einrichtung einer Ladeinfrastruktur für die Nutzung durch Gäste & Mitarbeitende.

11.4 Carsharing

Dienstfahrten und Ausflüge werden standardmäßig mit dem öffentlichen Personenverkehr angetreten. Alternativ werden E-Carsharing-Angeboten externer Anbieter für Dienstfahrten für Teilstrecken genutzt.

11.5 Klimafreundliche Anreisemöglichkeiten

Hinweis auf klimafreundliche Anreisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Informationsmaterialien bzw. auf der Website. Eltern werden regelmäßig per Elternabend, Kita-App, Elternbrief o. ä. dafür sensibilisiert, ihre Kinder weniger regelmäßig mit dem Auto zu bringen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Bereich 12: Außenanlagen

12.1 Blühwiesen

Anlage und Pflege von Grünflächen, z. B. Blühwiesen und Beete mit standortgerechten Wildpflanzen oder Neuanpflanzung trockenheitsverträglicher Pflanzen.

12.2 Begrünung

Weitestgehende Begrünung von Fassaden (z. B. Wilder Wein oder Schlingknöterich) & Dächern in möglichst extensiver Form, z. B. mit Moosen, Kräutern & Gräsern & ggf. Totholzstrukturen oder Anlage eines Dachgartens, um weitere Lebensräume zu schaffen.

12.3 Entsiegelung

Entsiegelung ungenutzter Flächen (z. B. Lagerflächen), Neuanlage von oder Ersatz vorhandener Pflaster- oder Plattenwege durch wassergebundene Wegedecken oder Schotterrasen, unter Beachtung der Barrierefreiheit.

12.4 Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz

Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmaßnahmen, glyphosathaltige Mittel, synthetische Düngemittel und torfhaltige Blumenerde.

12.5 Quartiere & Wasserstellen

Die Kita verfügt über mindestens zwei der folgenden Schutzmaßnahmen für Tiere:

  • Igelquartiere
  • Fledermausquartiere
  • Vogelhäuser und/oder Nistkästen
  • Erhalt und die Schaffung natürlicher Niststrukturen, wie offene Bodenflächen, Sandarien oder Trockenmauern für Wildbienen und andere Insekten
  • Stehende, möglichst flache Wasserstellen wie Tränken (aus Mauer- oder Sandstein) und/oder Teiche als Wasserstellen für Wildtiere, Vögel & Insekten, die über Einstiegshilfen & den nötigen Schutz vor möglichen Fressfeinden verfügen
  • Vorkehrungen gegen Vogelschlag an Glasfassaden

12.6 Zertifizierte Außenmöbel

Außenmöbel wie Bänke, Tische, Abfalleimer, Schaukästen, Beeteinfassungen und Hochbeete bestehen aus zertifizierten, einheimischen Gehölzen, Recyclingkunststoff oder langlebigem Stahl. Lacke, die zur Behandlung von Außenmöbeln verwendet werden, sind lösemittelfrei.

12.7 Verschattung

Spiel- und Aufenthaltsbereiche sind ausreichend verschattet, z. B. durch Bäume, Pavillons, Sonnensegel, Markisen, Pergolen. Bei der Beschaffung wird auf die Verwendung zertifizierter, langlebiger Materialien, wie Gehölzen, Textilien und Stahl geachtet (siehe Siegel aus 12.6 und 8.1).

12.8 Zertifizierter Stein

Bei Neuanschaffung stammen Pflaster- und Mauersteine aus Naturstein aus Deutschland oder sind, sofern sie importiert sind, FairStone- bzw. Xertifix-zertifiziert. So soll darauf hingewirkt werden, dass die Steine ohne Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt wurden.

Bereich 13: Ethisches Investment

13.1 Ethisches Investment

Die Kita setzt für ihre Finanzdienstleistungen auf nachhaltige Banken und Versicherungen und legt Gelder nach ethischen Kriterien unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsratings und der EU-Taxonomie an.

Bereich 14: Ausstattung der Spiel- und Gruppenräume

14.1 Gebrauchmöbel

Möbel in Spiel- und Gruppenräumen sind langjährig in Gebrauch und werden nach Möglichkeit gebraucht gekauft.

14.2 Zertifiziertes Neumobiliar

Wenn eine Neuanschaffung notwendig ist, dann sind neue Möbel aus zertifiziertem Holz, mit nachhaltigen Siegeln versehen oder aus langlebigem & recycelbarem Stahl. Lacke sind lösemittelfrei.

14.3 Zertifizierte Bodenbeläge

Fußböden in Spiel- und Gruppenräumen bestehen aus langlebigen, natürlichen und schadstoffarmen Materialien wie Linoleum, Kork oder Holz und werden regelmäßig ökologisch und fachgerecht gepflegt. Bei Neuverlegung oder Sanierung werden zertifizierte Bodenbeläge bevorzugt (siehe Siegel). Bei Verlegung und Versiegelung werden möglichst ökologische und emissionsarme Klebstoffe und Öle verwendet.

14.4 Zertifizierte Wandbeläge

Wände in Spiel- und Gruppenräumen wurden mit lösemittelfreien Lacken und Farben, vorzugsweise Naturfarben, Kalkfarben oder Lehmfarben gestaltet. Beim Neukauf werden zertifizierte Wandfarben und Lacken mit hoher Gesundheits- und Umweltverträglichkeit bevorzugt (siehe Siegel).

14.5 Zertifizierte Textilien

Textilien in Spiel- und Gruppenräumen (wie Teppiche, Vorhänge, Kissen, Decken, Matratzen, usw.) bestehen möglichst aus langlebigen, waschbaren, natürlichen Materialien (z. B. Bio-Baumwolle, Schurwolle). Sie tragen mindestens eines der Siegel. Bei Beschädigung wird eine Reparatur einem Neukauf vorgezogen.

14.6 Ökologische Reinigung

Die Reinigung der Textilien erfolgt in einem ökologischen, energiesparenden Prozess (volle Ladungen, energieeffiziente Waschmaschine und Trockner, ökologisch zertifizierte Waschmittel, Verzicht auf Weichspüler).

Bereich 15: Spiel- und Bastelmaterial

15.1 Reparatur von Spielzeug

Spiel- und Bastelmaterial wird möglichst lange verwendet. Bei Beschädigungen wird eine Reparatur einem Neukauf vorgezogen.

15.2 Gebrauchtes Spielzeug

Nach Möglichkeit wird Secondhand-Spiel- und Bastelmaterial angeschafft.

15.3 Zertifiziertes Spiel- und Bastelmaterial

Bei Neuanschaffung von Spiel- und Bastelmaterial werden umweltfreundliche Alternativen mit anerkannten Prüfsiegeln bevorzugt.

15.4 Zertifiziertes Holzspielzeug

Holzspielzeug und Buntstifte sind weitgehend unlackiert und aus zertifiziertem Holz gefertigt.

15.5 Schadstofffreier Kunststoff

Spiel- und Bastelmaterial aus Kunststoff ist nachweislich schadstoff- und PVC-frei.

Bereich 16: Eigene Ideen

16.1 Eigene Idee