In Mecklenburg und Pommern gelebte Tradition, die auch immer mehr in anderen Kirchenkreisen übernommen wird: von Neujahr bis Palmsonntag werden die Gottesdienste in kleinere, besser zu heizende und damit behaglichere Räume verlegt. Oft sind das Räume im Gemeindehaus, manchmal können separat beheizbare Seitenkapellen genutzt werden.
Mit der Winterkirche wird Energie und Geld gespart, Küsterinnen und Küster entlastet, alle Gottesdienstbesuchenden, Organisten und die Pastorinnen und Pastoren vor Kälte geschützt.
Ungewohnte Orte und Räumlichkeiten können auch als Chance gesehen werden, die Gottesdienste neu erlebbar zu machen.
Aber auch, wenn man die gewohnte Kirche nicht missen möchte, sollte man beim Heizen auf Effizienz achten. Sitzkissen aus dickem Filz und warme Decken helfen, wenn es beginnt ungemütlich kühl zu werden.
Praxistipp: Winterkirche in der Nordkirche – Gemeinsam sparen, Gemeinschaft stärken
So gelingt’s:
- Planung: Starten Sie frühzeitig und informieren Sie Ihre Gemeinde transparent.
- Räume: Heizung regelmäßig warten, Grundtemperatur auf 6–8 °C einstellen, Nutzungstemperatur 5 °C höher.
- Luftfeuchtigkeit: Ideal sind 55–70 % – das spart Energie und schafft Behaglichkeit.
- Praktische Hilfen: Beheizbare Sitzkissen und Decken für Besucher:innen anbieten.
- Checkliste: Heizkörper, Fenster und Türen auf Dichtigkeit prüfen, Nutzungszeiten anpassen.
Gemeinsam handeln: Wenn Gemeindeglieder enger zusammen rücken schafft das ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, so die Erfahrung einer Hamburger Kirchengemeinde in Winterhude. Durch Winterkirche konnten bereits in den Wintern 2023/24 und 2024/25 erhebliche Gasmengen eingespart werden.
Tipp: Besprechen Sie die Maßnahmen auch mit Gästen – so wird die Winterkirche zum gemeinsamen Projekt!
Mehr Info:
Kurzpräsentation aus einem Workshop
Flyer des Kirchenkreise Hamburg-Ost
Mehr Info zum Thema Sitzbankheizung und Co.
